Canyoning Unfall - Wie gefährlich ist Canyoning? - Abenteuer mit MAP-Erlebnis

Canyoning Unfall – Wie gefährlich ist Canyoning?

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Canyoning Genuss dank Sicherheit durch ausgebildete Guides und beste Planung

Canyoning Unfall – Wie gefährlich ist Canyoning?

Wie kommt es zu Unfällen beim Canyoning und wie gefährlich ist Canyoning?

Immer wieder hört man von schrecklichen Unfällen bei Canyoning Touren. In der Schweiz, in Österreich, in Deutschland, auf Mallorca, in Korsika und in ausgefallenen Destinationen – Canyoning Unfälle kommen immer wieder vor. Dazu muss man wissen, dass Canyoning ein Outdoor Sport ist und Unfälle von vielen Faktoren abhängen. Nicht jeder Unfall ist gleich fatal oder schwerwiegend. Die meisten Unfälle sind wohl kleine Verletzungen, wie beispielsweise das Umknicken des Knöchels beim Laufen im Flussbett. Wenn es aber zu tragischen Canyoning Unfällen kommt, können Umwelteinflüsse (Felssturz), Materialfehler und auch menschliches Fehler Ursache der Unfälle sein.

Absolute Sicherheit kann niemand garantieren. Um aber Unfälle beim Canyoning so gut wie möglich zu verhindern, spielen folgende drei Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Ausgebildete Guides mit entsprechender Erfahrung und aktuellen Fortbildungen
  • Hochwertiges Material welches regelmäßig kontrolliert wird
  • Gründliche Planung und Organisation um im Vorfeld mögliche Risiken zu minimieren

 

Wir arbeiten ausschließlich mit top ausgebildeten, geprüften, erfahrenen und mit den lokalen Gegebenheiten vertrauten Canyoning Führern zusammen! Außerdem achten wir darauf, dass alle Gäste unserer Canyoning Allgäu Touren ausführlich beraten werden, sodass wir die passende Tour für unsere Gäste finden.

Darauf sollte man achten um Canyoning Unfälle zu vermeiden:

  • Sorgfältige Planung: Wetter, Wasserstand, aktuelle Bedingungen in der Schlucht
  • Hochwertige Ausrüstung: Entsprechender Neoprenanzug, Seil, Gurt, Helm, Karabiner und Sicherheitsmaterial sollten in gutem Zustand sein
  • Können und Wissen: Die richtigen Techniken zu essentiell um sich sicher in der Schlucht zu bewegen, dazu gehört auch ein aktueller Erste Hilfe Kurs!
  • Keine Angst Schwäche zu zeigen: Lieber einmal zu viel Abgebrochen (beispielsweise bei einsetzendem Regen, Gewitter oder Erschöpfung) als in eine gefährliche Situation zu kommen

So kannst du die Anbieter einschätzen

  • Sind die Guides ausgebildet?
  • Ist die Ausrüstung in gutem Zustand?
  • Geht der Guide auf die Gäste ein und berücksichtigt er den Fitness Zustand?
  • Wie ist die Organisation und Planung? Kann das Unternehmen auf spontane Änderungen (zB Regen am Vortag) reagieren?

Im Ernstfall kann jeder Gast selbst entscheiden und abbrechen! Wer ein ungutes Gefühl bei der Sache hat, sollte lieber rechtzeitig abbrechen und dann ggf zu einen späteren Zeitpunkt wenn möglich wieder zusteigen!

Canyoning mit ausgebildeten Guides – ein sicheres Erlebnis für alle Abenteurer

Rettung bei Canyoning Unfällen

Unfälle beim Canyoning sind meist mit einer größeren Rettungsaktion verbunden. Dadurch, dass wir uns beim Canyoning in abgelegen Schluchten befinden, ist der Zugang zur Rettung natürlich erschwert. Während bei Alpinen Unfällen meist Großeinsätze der Alpinpolizei, Bergwacht und Bergrettung, Helikoptereinsätze und Suchstaffeln nötig sind, ist bei Canyoning Unfällen der Vorteil, dass zum einen die Guides entsprechend ausgebildet sind um erste Hilfe zu leisten und zum anderen die Person nicht erst gesucht und gefunden werden muss.

Der Helikopter wird bei Canyoningunfällen und bei Unfällen in den Bergen gerne verwendet. Schneller als ein Helikopter ist niemand sonst am Einsatzort. Der Pilot verschafft sich einen Überblick von dem Gelände und steuert einen nahegelegenen Landepunkt an um die Bergretter abzusetzen. Oftmals kommt ein Tau zum Einsatz, mit welchem ein Retter Punktgenau abgesetzt werden kann oder die verunglückte Person direkt aufnehmen kann. Die Kommunikation zwischen Pilot und Retter läuft per Funk, wobei eine sich der Pilot und der Tauretter blind vertrauen müssen. Sobald der Retter bei der Person angekommen ist, klinkt er sich aus und verschafft sich ein Bild der Situation. Dieser beurteilt nun ob eine Taubergung ohne Korb möglich ist, dies entscheidet er anhand seiner Erfahrung. Ist das der Fall, bekommt die Hilflose Person einen Rettungsgurt angezogen und der Helikopter kommt mit dem Tau angeflogen, damit sich Bergretter und Opfer daran befestigen können. Benötigt es den Korb, wird meist ein Notarzt benötigt, der am Seil angeflogen wird. Nun leitet er die Behandlung ein. Ist der Verletzte im Rettungskorb verschnürt, dann Fliegen der Arzt und die verletzte Person zu einem Landeplatz, wo der Korb dann in den Helikopter geladen wird.

Bei Alpinen Unfällen wie unter anderem auch beim Canyoning ist meist die Alpinpolizei zur stelle um zu klären, ob bei dem sich zugetragenen Unfall eine Fremdeinwirkung durch Dritte bestand. Aber auch eine Entlastung, durch die Polizei, möglicher Beschuldigter, kann dadurch stattfinden. Leider fällt es in einer Stresssituation oftmals nicht leicht eine Aussage zu tätigen, jedoch ist die Erinnerung nun noch frisch.

Seit 1997 hat sich innerhalb der Bergwacht eine spezielle Gruppe gebildet, die sich um Rettungen in Schluchten kümmert. Dort wurden Methoden, Techniken und Systeme entwickelt, die nun in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz genutzt werden. Vielerorts haben sich spezielle Canyoning Rettungsgruppen gebildet, die sich aus Mitgliedern der Bergwacht und der Wasserwacht zusammen setzen und somit die Kompetenzen verbinden und bündeln. Damit ist schnelle und effektive Hilfe im Falle eines Canyoning Unfalls möglich.

Auch die Bergwacht Oberstdorf und Bergwacht Sonthofen hat jeweils einen staatlich geprüften Schluchtenführer im Team. Somit ist auch im Allgäu entsprechende Kompetenz der Retter vorhanden, wobei sich die Rettungsteams jedes Mal wieder begeistert von der Leistung der Canyoning Guides zeigen, welche durch ausgezeichnete Erste Hilfe die Arbeit der Retter erleichtern.

Wasser – beim Canyoning darf es nicht zu viel und nicht zu wenig sein
Gründliche Planung ist somit wichtig um Unfälle zu vermeiden

Archiv: Canyoning Unfälle im Allgäu

  • Tödlicher Canyoning Unfall in Gunzesried
    Der erste und einzige tödliche Canyoning Unfall im Allgäu ereignete sich 2012 in Gunzesried. Grund war das versagen des Canyoning Guides, welcher damals ohne entsprechende Ausbildung tätig war.
    Im Allgäu verstarb eine 30 jährige Neu Ulmerin beim Canyoning. Am 16.9.2012 war eine Gruppe mit 19 Teilnehmern, die ihren Betriebsausflug machten, im Ostertalbach der sich in Gunzesried befindet beim Canyoning. An der ersten Abseilstelle die ca. 12 Meter hoch ist, jedoch auf der Hälfte mit einem Kleinen Felsvorsprung unterbrochen wird, stürzte eine Teilnehmerin, vor den Augen Ihrer Kollegen gegen die Mittagszeit, ungebremst auf den Felsvorsprung und rutschte die nächsten 6 Meter weiter ab ins Wasser. Anhand den Zeugenaussagen war davon auszugehen, dass die verheiratete Frau mit einem 12 Monate altem Kind bereits bei Beginn der Abseilaktion zu stürzen begann. Bei dem Aufprall auf dem felsigen Untergrund, zog sich die verunglückte schwere Verletzungen zu. Sie verstarb noch an der Unfallstelle. Der Polizeihubschrauber Edelweiss barg die verstorbene. Die restliche Gruppe konnte durch einen sehr leichten Notausstieg die offene Schlucht verlassen.
    Neben der Polizei (Alpine Einsatzgruppe Schwaben), die die Abseil Ausrüstung der Frau sicherstellte, war die Canyoning Bergrettung der Bergwacht Sonthofen Allgäu und die Wasserrettung aus Immenstadt und Sonthofen am Einsatzort.
    Gegen den laut aussagen erfahrenen Tourenführer aber nicht lizensierten Canyoning Guide (47 Jahre) wurde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Da der Guide lange Zeit unter Schock stand, konnte er nicht vernommen werden und somit der Canyoning Unfall nicht geklärt werden. Die Ermittlungen vor Ort ergaben, dass ein Fehler bei der Anwendung der Sicherungstechnik durch den 47-Jährigen nicht auszuschließen ist.

 

Generell ereignen sich in der Canyon Schlucht Gunzesried nur wenige Unfälle, wovon die meisten aus leichten Sprunggelenksverletzungen bestehen. So ereignete sich 2004 ein Canyoning Unfall, als ein Gast von der Felsstufe in den Gumpen springen durfte. Er verletzte sich am Knöchel und musste im Krankenhaus versorgt werden. Im Jahr 2008 verletzte sich ein 12 jähriger Gast an der ersten Abseilstelle am Rücken.

 

  • Unfall beim Canyoning in Gunzesried
    Am 13.08.2014 nachmittags stiegen 12 Personen mit ihren 2 staatlichen und ortskundigen Führern in den Osterbach Canyon, der sich in Gunzesried ein Ortsteil von Blaichach befindet. Nach der üblichen Sicherheitseinweisung überwand die Gruppe die erste 12 Meter Abseilstelle und sprangen aus verschiedenen Höhen (bis zu 6,5 Meter) in den ersten Gumpen. Zuvor wurde der Pool von einem Der Guides ausgetaucht und zum Sprung freigegeben. Auf den Sprung folgt eine kurze Rutsche von ca. 3-4 Metern. Einer der Guides rutschte vor, während der zweite oben blieb und den Teilnehmern in die Strömung half. In der Rutsche verletzten sich die Personen aus Leipzig 32 Jahre alt und ein Bamberger 26 Jahre alt, jeweils leicht am rechten Sprunggelenk. Eine der beiden Personen wurde mit dem Rettungs-Helikopter Christoph 17 abtransportiert, wohin die zweite Person mit einer Trage der Bergwacht Sonthofen aus dem Canyon und direkt ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Ermittlungen der Alpinen Einsatzgruppe Allgäu des Polizeipresidiums Schwaben SüdWest ergaben zu dem Zeitpunkt, dass kein Fremdverschulden vorlag.
  • Am Sonntag den 16.09.2012 war eine Gruppe von 19 Beschäftigten einer überregional tätigen Firma im Rahmen eines Betriebsausflugs zu einer geführten Canyoning Tour aufgebrochen. Nach einer kurzen Einweisung der Männer und Frauen aus den Landkreisen Neu-Ulm, Günzburg, Alb-Donau-Kreis, Biberach sowie der Stadt Ulm durch die beiden Guides musste gleich zu Beginn der Tour eine ca. 12 m hohe Steilstufe, der sogenannte „Große Sprung“ überwunden werden.
  • Canyoningunfall Kleinwalsertal
    Am Samstag den 21.06.2014 hat sich ein 23 jähriger Baden-Würtemberger bei einem Canyoningunfall eine schwere Knieverletzung zugezogen. Der Mann aus Nußloch aus dem Rhein-Neckar-Kreis wurde von der Bergrettung Riezlern abtransportiert, nachdem er am frühen Nachmittag mit der Bergschule Kleinwalsertal eine Canyoning Tour durch den Schwarzwasserbach in Hirschegg unterwegs war. Nach der 2 Stündigen Tour sprang er 6 Meter, noch im Rahmen der geführten Canyoning Tour, in ein Bachbecken. Beim Eintauchen prallte er mit dem rechten Knie gegen eine Felskante unter Wasser. Dabei erlitt der junge Mann eine schwere Verletzung am Knie. Nach ärztlicher Versorgung vor Ort, wurde er in die Klinik nach Heidelberg überstellt.
  • Canyoningunfall Schwarzwasserbach
    Ein Canyoningunfall ereignete sich am 11.8.2012 als eine neunundzwanzig jährige Oberstodrferin an einer geführten Tour durch den Schwarzwasserbach teilnahm. Im 2ten Teil des Canyons besteht die Möglichkeit einen 7 Meter Sprung in ein Naturbecken zu wagen oder sich abzuseilen. Die Oberstdorferin entschied sich zu springen. Dabei schlug sie auf einem Felsen auf. Der Absprung wurde von einem ansässigen Canyoningunternehmen in Form eines Holzbretts eingerichtet. Dieses ist ständig nass und der feuchten Witterung des Canyons ausgesetzt. Der Canyoningunfall ereignete sich, weil die Frau beim Absprung auf dem schmierigen Holzpodest ausrutschte und daraufhin nicht genug Abstand zu der schräg verlaufenden Felswand unter ihr brachte. Sie stürzte nun die 7 Meter in den Gumpen und schlug an der Felswand auf und fiel darauf hin unkontrolliert in den Pool. Bei der Kollision mit dem Fels zog sie sich eine Beckenverletzung zu. Die Bergrettung entschied sich für eine Taubergung mittels Rettungshubschrauber Christopher 8, welcher die verletzte Frau in das Krankenhaus in Immenstadt (Allgäu) flog.
    Die Tour wurde nach Recherchen von einem Mitarbeiter der Bergschule Kleinwalsertal privat organisiert. Die Gruppe war sehr sportlich und trainierte das Springen. Im obersten Teil des Schwarzwasserbachs Canyoning bestehen bereits 2 Sprungstellen. Dieser war die dritte. Da der Guide an dem klassischen Sprung nur anleiten kann und sich dabei auf das Können und Selbsteinschätzung des Teilnehmers verlassen muss, ist im zweifel immer eine Beurteilung des Staatsanwalts nötig, um eine mögliche fahrlässige Handlung des Guides festzustellen ist. Der Frau geht es gut und ist auf dem Weg der Besserung.
  • Canyoningunfall in Dornbirn’
    Ein deutscher verletzte sich beim Canyoning in der Kobelache am 30.05.2016. Bei einem Sprung aus 1,5 Meter Höhe, blieb er unter Wasser mit seinem Fuß an einem Hindernis hängen, dabei verletzte er sich das Sprunggelenk. Wie schwer die Verletzung war ist unbekannt. Der Unfall ereignete sich gegen 14:30 Uhr in einer geführten Canyoning Gruppe. Der Canyoning Guide alamierte die Bergrettung Vorarlberg, die den verletzten barg und ins Krankenhaus nach Dornbirn brachte
  • Tödlicher Canyoning-Unfall in Dornbirn
    Ein tödlicher Canyoningunfall ereignete sich am Samstagnachmittag den 28.8.2010 gegen 13:30 Uhr in der Kobelache in Dornbirn Ebnit. Ein 34 jähriger aus Landshut brach mit 4 begleitern zu einer privaten Canyoning Tour auf. Kurz vor der Ammansbrücke besteht eine Engstelle wo der verunglückte aus circa 1,5 Meter Höhe in den Wasserverlauf abrutschte. Die auf Ihn prasselnden Wassermassen drückten den Mann runter und er konnte aus eigener Kraft nicht mehr auftauchen. Da sich die anderen Canyonauten erst noch abseilen mussten, vergingen ein paar Minuten, bis einer der Gruppe an einem Seil befestigt nach dem Opfer tauchen konnte. Als der Mann geborgen werden konnte und auf eine Kiesbank gebracht wurde, begannen die Ersthelfer sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen und riefen die Rettung.
    Laut Polizei konnten die vier Begleiter den 34- Jährigen zwar bergen, die durchgeführten Wiederbelebungsversuche blieben aber erfolglos.
    Je nach Wasserstand kann man dort aus eineinhalb Meter Höhe in einen sogenannten Wassertopf hineinspringen, abrutschen oder sich abseilen. Der 34- Jährige wollte diese Stelle als Erster bewältigen und rutschte in den derzeit “recht turbulenten” Wassertopf, wie es bei der Polizei hieß. In der Ache wurde der Mann offenbar von der Wasserwalze erfasst und unter die Wasseroberfläche gedrückt. Da eine Taubergung mit dem Helikopter an dieser Stelle wegen des umliegenden Waldes nicht möglich ist, rückten die Retter mit dem Auto an. Obwohl die Rettungskräfte die Reanimation fortsetzte, blieben diese wirkungslos.
    Die Rettungsaktion umfasste siebzehn Canyoning Bergretter aus Dornbirn, Hohenems und Bregenz. Zwei Mitglieder aus dem Kriseninterventionsteam kümmerten sich um die Freunde des Verunglückten.